Apfelsaft aus eigener Herstellung

Gemeinsam mit dem Gartenbauverein, dem AK Ökologie des Pfarrgemeinderates und den Schulen und Kindergärten startete die Gemeinde Scheyern in diesem Jahr ein Projekt. In diesem soll mit Hilfe der Kinder und Jugendlichen regionaler Apfelsaft gepresst werden. An der Johann-Andreas-Schmeller-Mittelschule wurde die 7. Klasse für die Teilnahme an diesem Projekt ausgewählt. Als Klassenleiter dieser Jahrgangsstufe habe ich die Organisation für unsere Klasse übernommen und stand fortan ab Ende September im regen Austausch mit Fr. Euringer, die das Projekt anleitete.

Für mich war dies sehr spannend, da ich erst seit diesem Schuljahr Teil der Schulfamilie bin und ich auch noch nie mit einer meiner bisherigen Klassen an solch einem Projekt teilgenommen hatte. Dem Aufruf, übrige Äpfel aus den heimischen Gärten für dieses Projekt zur Verfügung zu stellen, kam an unserer Schule jedoch nicht viele nach, was mitunter auch an der schlechten Apfelsaison lag. Die Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse pflückten im Vorfeld für das Projekt die Äpfel unserer schuleigenen Apfelbäume, welche dieses Jahr jedoch keine großartige Ernte zuließen.

Am 13. Oktober war es dann schließlich so weit und das Apfelsaftprojekt startete. Ich war sehr gespannt, schließlich konnte ich so meine Klasse auch mal außerhalb des unterrichtlichen Kontextes beobachten. Bepackt mit unserer Apfelkiste machten wir uns um 8:00 Uhr von der Schule aus auf den Weg zum Vereinsheim des Gartenbauvereins. Am Zielort angekommen nahm uns Fr. Kathrin Merkert vom AK Ökologie des Pfarrgemeinderates in Empfang. Nach einer kurzen Einführung in das Projekt und seine Ziele wurde die Klasse 7 in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine Hälfte der Schülerinnen und Schüler befreite die von den Erstklässlern gewaschenen Äpfel von Schadstellen. Die andere Hälfte beförderte die pressfertigen Früchte im Bollerwagen zur Saftpresse. Beide Gruppen arbeiteten mit Begeisterung und Elan und hier und da wurde auch schon mal von der Ernte gekostet. Freudig packten sie an, wo es etwas anzupacken gab. Den Anstieg von der Saftpresse zurück zum Vereinsheim meisterten die Schülerinnen und Schüler auch noch nach der vierten Fuhre Äpfel mit Spaß.

Nach getaner Arbeit durfte gegen 9:30 Uhr schließlich die erste Gruppe beim Saftpressen zuschauen. Darauf hatten sich die Schülerinnen und Schüler schon besonders gefreut, schließlich sieht man so etwas nicht alle Tage. Bevor die Saftpresse startete, erklärte der Gartenbauverein kurz, wie die Saftpresse funktioniert und was die Siebtklässler gleich sehen werden. Doch auch an dieser Station blieb es nicht beim bloßen Zuschauen. Eifrig wurden die Äpfel auf das Förderband gekippt. Auch der entstandene Trester wurde gerne auf einen bereitgestellten Anhänger gekippt.

Das große Highlight des Tages kam aber noch – die Abfüllung des fertigen Safts. Mit großen Augen beobachteten die Schülerinnen und Schüler, wie der fertige Saft abgefüllt und anschließend in einen Karton gepackt wurde. Und dann war es endlich soweit, die 7. Klasse hielt ihren eigenen Apfelsaft in den Händen. Gut gelaunt machten wir uns mit unseren beiden 5-Liter-Kartons auf den Rückweg zur Schule. Dort angekommen, übergaben die Klassensprecher Max und Julia unserer Schulleitung Fr. Schauer einen der beiden Apfelsäfte und berichteten ihr kurz vom Projekt.

Unseren persönlichen Abschluss des Projektes hatten wir dann am Montag, 16. Oktober, als wir das Projekt nachbesprachen und uns währenddessen unseren Apfelsaft schmecken ließen.      (Text/Fotos: B. Mayer)